War for Talents – Wie Sie Fachkräfte halten können

Mit dem Begriff „War for Talents“ wird der zunehmende Kampf um hochqualifizierte Arbeitskräfte beschrieben. Für Unternehmen wird es seit Jahren schwieriger Talente zu finden und diese dann auch langfristig zu halten. Experten gehen davon aus, dass der War for Talents noch lange nicht seinen Höhepunkt erreicht hat. Um Fachkräfte zu halten, müssen Firmen daher neue Wege gehen und ihre Prozesse vor allem an die gesellschaftlichen sowie sozialen Veränderungen anpassen – denn junge Talente wollen heutzutage mehr als viel Geld.

Ursachen für den War for Talents

Der steigende Fachkräftemangel in Deutschland ist unter anderem eine Auswirkung des demographischen Wandels. Aufgrund der seit Jahren sinkenden Geburtenrate, gibt es ein natürliches Defizit an jungen Nachwuchskräften. Absolventen aller Fachrichtungen haben es dadurch in Zukunft leichter einen Job zu finden als in der Vergangenheit, da die Konkurrenz geringer ist. Vor allem Unternehmen, die Absolventen aus den MINT Bereichen (Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Technik) suchen, stehen vor der Problematik, dass häufig mehr Stellen zu besetzen sind als Bewerber verfügbar. Dieser Umstand hängt eng mit der Digitalisierung zusammen, durch die Experten mit mathematischen oder technischen Kenntnissen stärker gefragt sind als aus anderen Bereichen. Es müssen daher Lösungen gefunden werden, die dabei helfen Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden.

In einem ersten Schritt muss man jedoch verstehen welche Ursachen für einen Arbeitsplatzwechsel ausschlaggebend sind. Hier sind die wichtigsten Faktoren für die Mitarbeiterzufriedenheit aufgelistet:

  • Mehr Flexibilität und bessere Work-Life-Balance: Im Gegensatz zu früheren Generationen streben jüngere Generationen stärker nach flexiblen Arbeitsmodellen und einer ausgewogenen Work-Life-Balance als nach viel Geld. Wichtig dabei ist, dass die Work-Life-Balance durch funktionierende IT-Infrastrukturen gestützt werden, um auch außerhalb des Büros einen komfortablen Arbeitsplatz dem Mitarbeiter bereitzustellen, an dem gerne gearbeitet wird.

  • Selbstverwirklichung: Es geht für viele Talente nicht nur darum zu arbeiten, sondern dass sie sich mit ihrer Arbeit identifizieren. Die Sinnhaftigkeit, die sich in einem gemeinsamen Wertebild widerspiegelt, steht im Vordergrund der Arbeit.

  • Hoch technisiertes und innovatives Umfeld: Im privaten Umfeld nutzen viele Mitarbeiter modernste Technologien, an dessen Geschwindigkeiten und Funktionalitäten sie sich gewöhnt haben. Langsame berufliche Endgeräte (Smartphones, Laptops, Tablets) wirken sich bei vielen jungen Mitarbeiter auf das Bild des Arbeitgebers aus. Unternehmen die ihren Mitarbeitern modernste Technologien anbieten, verschaffen sich einen entscheidenden Vorteil im Kampf um talentierte Arbeitskräfte.

  • Weiterbildungsangebote: Weiterbildung spielt im Zuge der Selbstverwirklichung eine ebenso große Rollen, wobei beide Bereiche in der Regel ineinander übergreifen. Gerade für große Unternehmen macht es jedoch heutzutage Sinn Weiterbildungen standortübergreifend für spezielle Arbeitergruppen anzubieten. Auch dafür müssen wieder geeignete Technologien implementiert und mit optimaler Performance bereitgestellt werden.

  • Internationale Angebote: Vor allem junge Absolventen reizt es berufliche Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Der Mitarbeiter muss somit nicht nur im Home-Office stabilen, schnellen und sicheren Zugriff auf das Firmennetzwerk haben, sondern auch aus dem Ausland.

Lösungsansätze werden häufig von der Human Resources Abteilung angestoßen und zeichnen sich der Regel durch ein starkes Employee Branding Profil sowie der Einbindung sozialer Netzwerke bei der Personalsuche aus. Häufig wird jedoch vergessen, dass Mitarbeiterbindung nicht nur eine Aufgabe der Personalabteilung ist, sondern heutzutage insbesondere durch die aktive Mitarbeit der IT-Abteilung gestützt wird. Denn mit einer einwandfrei funktionierenden Technik können attraktive Reize geschaffen und die Wechselgründe eingedämmt werden.

Wie Sie mit modernen Arbeitsplatzlösungen Fachkräfte halten können

Die kommenden Generationen, die sogenannten Digital Natives, werden in den nächsten Jahren bzw. Jahrzenten den Arbeitsmarkt erobern. Diese Generation hat sich nicht nur an den Umgang mit modernsten Technologien gewöhnt, sondern geht davon aus, dass innerhalb von kurzen Zeitabständen „alte“ Endgeräte durch die neusten Modelle getauscht werden. Bereits ein voller Speicher kann zum Wechsel des Endgerätes führen. Der schnelle Austausch von Endgeräten bedeutet für die IT-Abteilung, dass die Daten und Anwendungen von einem auf ein anderes Gerät schnell und problemlos transferiert werden müssen. Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass die technische Ausstattung einen höheren Anteil an der Zufriedenheit der Mitarbeiter ausmacht als viele andere Bereiche. War es vor einigen Jahren noch ein großes Auto mit dem Talente gelockt werden konnten, sind es heute modernste Technik und spannende Aufgaben.

Wenn technisch, hochwertige Endgeräte einen Anreiz für Talente darstellt, muss gleichermaßen eine IT-Infrastruktur bereitgestellt werden, die den Usern ermöglicht das jeweilige Endgerät im vollen Umfang zu nutzen. Das bedeutet vor allem, dass ein reibungsloser Wechsel zwischen den Geräten vollzogen werden kann. Ein typisches Szenario wäre, dass der User morgens in der Bahn auf dem Smartphone arbeitet, mittags beim Kunden das Tablet nutzt und abends am Schreibtisch die Ergebnisse auf dem Laptop zusammenfassen möchte. Die offline bearbeiteten Daten müssen direkt synchronisiert werden, sodass kein Bruch in der Arbeitskette entsteht. Ansonsten leider die User Experience des Mitarbeiters, was einmalig vermutlich kein Problem darstellt, auf Dauer jedoch zu Unzufriedenheit führt.

Es zeigt sich also, dass die entscheidenden Faktoren des War for Talents wie Flexibilität, Work Life Balance aber auch standortübergreifende Weiterbildungsangebote dazu führen, dass den Mitarbeitern ein schneller aber auch unkomplizierter Zugang zu allen Daten gewährleistet werden muss. Solche Prozesse stellen die IT-Abteilung vor die Herausforderung vor allem Geschwindigkeit und Datensicherheit in der IT-Infrastruktur unter einen Hut zu bekommen. In vielen Fällen macht es daher Sinn Cloud Services oder virtuelle Desktop Infrastrukturen zu nutzen, bei denen lediglich auf die Daten zugegriffen wird, eine lokale Installation oder Speicherung auf dem Endgerät jedoch nicht stattfindet. Je nach Konfiguration verlassen in diesen Fällen zu keiner Zeit Daten die von der IT gesicherten Verzeichnisse. Bei der Bereitstellung aus dem eigenen Rechenzentrum über eine Container Lösung läuft man darüber hinaus nicht Gefahr, dass gegen bestehende Datenschutzregularien verstoßen wird. Ein weiterer Vorteil von VDI besteht darin, dass der Mitarbeiter trotz verschiedener Endgeräte auf die gewohnte Datenstruktur und alle notwendigen Programme zugreifen kann. Der Zugriff erfolgt je nach Virtualisierungslösung einfach über einen HTML5 Browser, wodurch die Einrichtung und Handhabung für den User erheblich vereinfacht wird.

Es reicht jedoch nicht die Technik auszutauschen. Unternehmen müssen in Zukunft ihre Kultur aber auch die etablierten Prozesse überdenken, um im War for Talents die Nase vorn zu haben. Der Mitarbeiter muss auch im Home-Office jederzeit das Gefühl haben, dass die Arbeit wertgeschätzt wird. Das erfordert ein hohes Maß an Vertrauen seitens der Vorgesetzten und gleichermaßen einer gewissenvollen und strukturierten Arbeitsweise des Arbeitnehmers. Nur dann bieten solche flexiblen Arbeitsmodelle einen tatsächlichen Vorteil.

Flexibilität durch Mobilität

Der War of Talents führt dazu, dass Unternehmen zunehmend flexible Arbeitsplätze anbieten müssen, die den Mitarbeitern das höchste Maß an Freiheiten bietet. Home-Office Modelle sind der erste Schritt in die richtige Richtung, doch viele Mitarbeiter möchten nicht nur außerhalb das Büros neue Freiheiten genießen, sondern ebenso im Büro selbst. Open Space Modelle sind inzwischen bei einigen großen Firmen etabliert. Dabei haben die Mitarbeiter jeden Morgen die Möglichkeit den Arbeitsplatz frei zu wählen. Je nach Arbeitsanforderung kann der Mitarbeit somit wählen, ob er in einem Ruhebereich, mit Teamkollegen in Meetingräumen oder aber auch zum Wohlfühlen auf der Terrasse oder Küche arbeiten möchte. Dadurch wird eine Situation geschaffen, in der jeder Arbeitstyp individuell die optimale Umgebung für sich wählen kann. Ein Nachteil bei solchen Open Space Modellen ist jedoch, dass alle Arbeitsutensilien wie Laptop, Handy, Taschen etc. immer von einem Ort zum anderen getragen werden müssen.

Daher gehen erste Unternehmen den Weg und setzen kleine Docking-Stations für Smartphones wie beispielsweise Samsung DeX ein. Jede Arbeitsplatzstation wird mit einer oder mehreren Docking Stations ausgestattet. An diese wird wiederrum ein Monitor, eine Tastatur sowie Maus angeschlossen. Der Mitarbeiter benötigt lediglich sein Smartphone, das er in der Regel sowieso bei sich trägt, um an einem beliebigen Ort im Büro arbeiten zu können. Der große Vorteil dabei ist, dass nicht umständlich auf dem kleinen Smartphone Bildschirm mit Toucheingabe gearbeitet werden muss, sondern mittels der Docking-Station das Smartphone in einen herkömmlichen Desktop PC umgewandelt wird. Damit alle datenschutzrechtlichen Vorgaben insbesondere hinsichtlich der persönlichen Daten eingehalten werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten die Daten zu trennen. Bei Samsung ist dies über die hauseigene Knox Technologie möglich. Für Lösungen, die keine eigene Management Lösung mitliefern, können externe Tools beispielsweise SecurePIM von Virtual Solutions genutzt werden.

Beim Einsatz von Arbeitsplatzlösungen, die sich auf das Smartphone beschränken, stellt sich die Frage wie Anwendungen eingesetzt werden können, die nicht auf mobilen Endgeräten laufen. Analog zu Home-Office Lösungen bietet sich auch in diesem Fall der Einsatz von virtuellen Desktop Infrastrukturen an. Der User muss sich lediglich über sein Smartphone mit einem virtuellen Desktop verbinden und hat keinerlei Einschränkungen mehr. Sogar das Ausführen von grafikintensiven Anwendungen ist über virtuelle Desktops kein Problem.

Über solche mobilen Arbeitsplatzlösungen lässt sich nicht nur die Flexibilität der Mitarbeiter steigern, sondern gleichermaßen die Anzahl der Thin Clients drastisch reduzieren, wodurch Kosten eingespart werden können. Wie genau das mobile Arbeiten mit Samsung DeX funktioniert, erfahren Sie in unserer Webinar Aufzeichnung, die Sie hier kostenfrei anfordern können.

Fazit

Der War for Talents wird sich zukünftig weiter verschärfen und Unternehmen müssen möglichst zeitnah auf das veränderte Mitarbeiterverhalten reagieren. Um sich einen Vorteil gegenüber der der Konkurrenz zu verschaffen, muss dem Mitarbeiter ein flexibler, schneller, aber auch sicherer Zugang zu den notwendigen Daten und Anwendungen ermöglicht werden. Erste Umsetzungen haben bereits gezeigt, dass sich vor allem virtuelle Desktops Infrastrukturen und mobile Arbeitsplätze als passende Lösung eignen. Durch eine VDI erhält der Mitarbeiter das gewünschte Maß an Freiheiten, ohne dass die Produktivität aufgrund von fehlenden Programmen oder Zugriffsrechte auf Daten eingeschränkt wird. Der Zugriff auf eine gewohnte Desktop-Oberfläche vereinfacht darüber hinaus die Handhabung und sorgt für zusätzliche Qualität in Hinblick auf die User Experience.

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Jasmina Hrustanovic

Marketing Manager

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